Richtige Reihenfolge Gesichtspflege – lächelnde Frau creamt ihr Gesicht mit geschlossenen Augen ein

Richtige Reihenfolge Gesichtspflege – lächelnde Frau creamt ihr Gesicht mit geschlossenen Augen ein

Reinigung, Peeling, Serum, Creme und Sonnenschutz – aber was kommt eigentlich zuerst? Bei der täglichen Gesichtspflege können eine Vielzahl von Produkten zum Einsatz kommen. Neben den für deine Haut geeigneten Pflegeprodukten ist die Reihenfolge der Anwendung entscheidend.

Warum ist die Reihenfolge bei der Hautpflege so wichtig?

Eine gute Hautpflegeroutine besteht nicht darin, möglichst viele Produkte nacheinander aufzutragen. Viel entscheidender ist dabei die richtige Reihenfolge der Produkte. Als einfache Grundregel gilt: Produkte werden meist von der leichteren zur reichhaltigeren Textur aufgetragen. Wie viele Schritte und Hautpflegeprodukte im Einzelnen dabei wichtig sind, hängt von den individuellen Hauttypen ab.

Frau mit Haarhandtuch reinigt ihr Gesicht mit schäumendem Reinigungsprodukt – erster Schritt der Hautpflege-Routine

Wie sieht die richtige Gesichtspflege-Reihenfolge aus?

1. Reinigung – morgens und abends
Der erste Schritt bei der Gesichtspflege ist immer die Reinigung. Diese ist auch bei jedem Hauttyp wichtig, egal ob Mischhaut, trockene Haut oder ölige Haut.
Warum sollte die Reinigung immer der erste Schritt sein?
Über Nacht können sich Schweiß, Talg und Rückstände auf der Haut sammeln. Eine sanfte Gesichtsreinigung entfernt diese, schafft eine frische Basis und lässt die Haut anschließende Pflegeprodukte perfekt aufnehmen

2. Peeling oder Maske – am besten abends
Um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen, solltest du deine Haut regelmäßig peelen. Dabei gibt es zwei Arten von Peeling:

  • Mechanisches Peeling – Winzig kleine Körnchen werden leicht über die Haut gerieben. Dabei entfernen sie abgestorbene Hautzellen, Schmutz und Talg. Wenn deine Haut zu Irritationen oder Rötungen neigt, ist dieses Peeling häufig zu aggressiv. Es sollte maximal zweimal die Woche angewandt werden.
  • Säurehaltiges Peeling – Fruchtsäure oder Salicylsäure dringen tief in die Haut ein und tragen mithilfe ihrer exfolierenden Wirkung Hautschuppen, Talg und Verhornungen ab. Bei guter Verträglichkeit können Sie täglich angewandt werden.

Wer seine Haut richtig verwöhnen möchte, der greift am besten zu einer reichhaltigen Maske. Beliebt sind vor allem beruhigende Inhaltsstoffe wie Aloe Vera oder Panthenol.

Wer abends beides macht: Zuerst das Peeling, dann die Maske.

Lachende Frau mit reiner, strahlender Haut – Ergebnis der richtigen Hautpflege-Reihenfolge

3. Toner und Gesichtswasser – morgens und abends
Nach der Reinigung bzw. nach dem Peeling/der Maske ist das Gesichtswasser (engl. Toner) ein guter Zwischenschritt. Klassische Gesichtswasser ergänzen die Reinigung und entfernen letzte Rückstände. Moderne Toner hingegen sind häufig feuchtigkeitsspendend oder beruhigend und bereiten die Haut auf die anschließende Pflege vor. Dieser Schritt in der Hautpflege ist optional und sollte je nach Hautbedürfnis individuell abgestimmt sein.

4. Augenpflege – morgens und abends
Wer eine extra Augenpflege verwendet, der sollte dies ebenfalls vor der eigentlichen Tagescreme machen. Die dünne Haut um die Augenpartie ist nur begrenzt aufnahmefähig. Außerdem gilt hier: Pflege nur leicht auftupfen statt einmassieren.

5. Serum - morgens und abends
Nachdem die Poren durch Reinigung und Gesichtswasser geöffnet und von Schmutz befreit wurden, folgt die eigentliche Pflege. Wer ein Serum nutzt, sollte dies immer vor der Tagespflege anwenden. Seren sind leichter als Cremes und haben meist hochkonzentrierte Inhaltsstoffe, die ihre Wirkung besser entfalten, wenn sie direkt auf die gereinigte Haut aufgetragen werden.

6. Tagespflege/ Nachtpflege
Erst an dieser Stelle wird die Tagespflege/Nachtpflege aufgetragen. Diese sollte großzügig einmassiert werden – auch an Hals und Dekolleté.
Für jeden Hauttypen gilt dabei: Hautpflege sollte immer ausreichend Feuchtigkeit spenden.

7. Sonnenschutz
Deine Haut braucht Sonnenschutz, und zwar immer! Auch im Winter. So kannst du vorzeitiger Hautalterung und Pigmentflecken vorbeugen.
Es gibt Tagescremes, die einen LSF integriert haben, die aber trotzdem eine leichte Textur aufweisen.
Alternativ kann man einfach eine extra Sonnencreme als letzten Step der Pflegeroutine auftragen.

Wichtig: Die Hautpflege sollte immer zu deinem Hauttyp und den Bedürfnissen deiner Haut passen.

Ein paar Tipps

Trockene Haut – Reichhaltige, feuchtigkeitsspendende Hautpflege und Seren nutzen. Sanfte Reinigungsprodukte, Peeling nicht zu häufig durchführen.

Fettige Haut – Leichte Texturen wählen. Gründlich, aber sanft reinigen.

Mischhaut – Unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen. Leichtere Texturen für die ölige T-Zone, reichhaltigere Pflege für die trockenen Hautstellen.

Empfindliche Haut – Möglichst milde, reizarm formulierte Produkte verwenden. Gezielte Pflege bei Hautproblemen nutzen. Neue Produkte erst testen und Hautreaktion abwarten.

Hautpflege-Routine: Manchmal ist weniger mehr

Die perfekte Pflegeroutine muss nicht aus zehn verschiedenen Schritten bestehen. Viel wichtiger ist, die eigenen Hautbedürfnisse zu kennen und Produkte sinnvoll miteinander zu kombinieren.

Wer sich dabei an die richtige Reihenfolge der Gesichtspflege hält, kann seine Produkte optimal einsetzen und das Beste aus den Wirkstoffen herausholen. Denn gute Hautpflege bedeutet auch: Die richtigen Produkte zur richtigen Zeit.